Vor dem Konfigurator: Warum CPQ allein die Anfrage nicht löst (Genow vs. Tacton & Configit)

CPQ konfiguriert erst, wenn die Anforderung strukturiert ist. Genow ist kein CPQ, sondern sitzt davor, liefert den validen Startpunkt und befüllt das CPQ.

Vor dem Konfigurator: Warum CPQ allein die Anfrage nicht löst (Genow vs. Tacton & Configit)

Das Wichtigste in Kürze

CPQ-Systeme wie Tacton oder Configit konfigurieren und bepreisen ein Produkt, sobald die Anforderung strukturiert ist. Genow ist kein CPQ und ersetzt keines. Genow arbeitet davor und macht das CPQ wirksamer.

  • CPQ setzt voraus, dass klar ist, was gebaut werden soll. Im technischen Vertrieb kommt die Anforderung aber als Gespräch, E-Mail oder Lastenheft und muss erst interpretiert werden.
  • Genow übersetzt diese unstrukturierte Anfrage in einen validen Startpunkt: das richtige Produkt, geprüft gegen die Gültigkeitsregeln und begründet.
  • Dieser Startpunkt fließt ins bestehende CPQ, das Detailkonfiguration und Preis übernimmt. Beide Systeme arbeiten zusammen.
  • Wer eine Tacton-Alternative sucht, weil Angebote trotz Konfigurator zu lange dauern, hat den Engpass meist vor dem Konfigurator, nicht darin.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was CPQ kann und wo es beginnt
  2. Was Genow davor löst
  3. CPQ und Genow im Direktvergleich
  4. Drei Szenarien und das jeweilige Urteil
  5. Was gilt, wenn das CPQ selbst KI bekommt?
  6. FAQ

Was CPQ kann und wo es beginnt

CPQ steht für Configure, Price, Quote. Diese Systeme sind stark darin, eine bereits strukturierte Anforderung deterministisch in eine baubare, korrekt bepreiste Konfiguration zu überführen. Anbieter wie Tacton, Configit und encoway besetzen damit die hintere Hälfte des Angebotsprozesses, und das zu Recht. Wie beide Hälften zusammenspielen, beschreibt der Leitfaden zu CPQ mit KI.

Der blinde Fleck liegt am Anfang: CPQ setzt voraus, dass schon klar ist, was gebaut werden soll. Genau das ist im beratenden Vertrieb komplexer Produkte selten der Fall. Die Anforderung kommt als Bedarf, als unvollständiges Lastenheft oder als Satz im Gespräch. „Wir müssen M8-Grundlöcher in Edelstahl gewindeschneiden“ ist keine Artikelnummer, sondern ein Bedarf, den jemand erst übersetzen muss.

Was Genow davor löst

Genow gleicht die Anforderung mit dem Produkt ab, bevor das CPQ ins Spiel kommt:

  1. Anforderung strukturieren. Aus Gespräch, E-Mail oder Lastenheft wird eine geordnete Liste mit Werten, Einheiten und Normen. Wo etwas fehlt, entsteht eine gezielte Rückfrage.
  2. Gegen das Portfolio prüfen. Die Anforderungen werden gegen Datenblätter, Optionsdaten und Gültigkeitsregeln abgeglichen, über alle Serien hinweg.
  3. Startpunkt begründen. Heraus kommt das richtige Produktfeld und ein valider Startpunkt, mit Begründung und Quelle.
  4. An CPQ oder SAP übergeben. Der Startpunkt fließt ins CPQ oder direkt ins SAP, das von dort Detailkonfiguration und Bepreisung übernimmt.

Wer bereits Tacton oder Configit betreibt, ersetzt also nichts, sondern schließt die Lücke am Anfang des Vertriebsprozesses. Wie das in Genow aussieht, zeigt die Seite zur KI-gestützten Produktkonfiguration.

CPQ und Genow im Direktvergleich

DimensionCPQ (Tacton, Configit, encoway)Genow
Setzt an beiBereits strukturierter AnforderungUnstrukturierter Anforderung (Gespräch, E-Mail, Lastenheft)
KernaufgabeKonfigurieren, bepreisen, Angebot erstellenAnforderung interpretieren, richtiges Produkt finden, Vertriebsargumente und Unterlagen erstellen
EingabeStrukturierte OptionenNatürliche Sprache, Dokumente
StärkeDeterministische, baubare KonfigurationBegründeter Abgleich von Bedarf und Produkt
VerhältnisHintere Hälfte des ProzessesSitzt davor und befüllt das CPQ
NutzerRollen mit Konfigurator-ErfahrungAußendienst und Vertriebsinnendienst, auch per Sprache

Drei Szenarien und das jeweilige Urteil

Szenario 1: Sie haben noch kein CPQ. Genow liefert aus der Anforderung direkt das richtige Produkt und den Angebotsentwurf. Urteil: Genow schafft schnell Mehrwert auf den vorhandenen Dokumenten. Ein CPQ kann später für die Detailkonfiguration dazukommen.

Szenario 2: Sie betreiben bereits Tacton oder Configit. Die Detailkonfiguration steht, aber der Vertrieb kommt nur mühsam zum richtigen Startpunkt. Urteil: Genow davorsetzen. Es speist den validen Startpunkt ins CPQ, beide Systeme arbeiten zusammen.

Szenario 3: Sie suchen eine Tacton-Alternative, weil Angebote trotz Konfigurator zu lange dauern. Urteil: Prüfen Sie zuerst, wo die Zeit verloren geht. Liegt sie im Regelwerk selbst, lohnt ein Vergleich von Konfiguratoren. Liegt sie davor, beim Verstehen der Anfrage und in Rückfragen an die knappe Anwendungstechnik, ändert ein anderer Konfigurator nichts. Dann entlastet Genow den Engpass, und das bestehende CPQ baut weiter die finale Konfiguration.

Was gilt, wenn das CPQ selbst KI bekommt?

CPQ-Anbieter rüsten ihrerseits generative KI nach, etwa Tacton mit einem KI-Assistenten für die Produktmodellierung. Der Unterschied bleibt strukturell: Eine nachvollziehbare, gegen Gültigkeitsregeln geprüfte Interpretation der unstrukturierten Anfrage, zusammen mit Kundenrecherche, Wettbewerbsargumenten und personalisierten Unterlagen, ist nicht das Kernfeld einer Konfigurations- und Preislogik. Genau dort ergänzt Genow das CPQ.

FAQ

Ist Genow ein CPQ-Ersatz?

Nein. Genow ist kein CPQ-System. Es sitzt vor dem CPQ und übersetzt die unstrukturierte Anforderung in einen validen Startpunkt. Das CPQ übernimmt von dort Detailkonfiguration und Bepreisung.

Ist Genow eine Tacton-Alternative?

Nicht im Sinne eines Ersatzes. Wer ein anderes Konfigurationssystem sucht, vergleicht Regelwerke. Genow löst ein anderes Problem: den Weg von der Kundenanfrage zum richtigen Produkt, bevor der Konfigurator zum Einsatz kommt.

Was ist der Tacton Konfigurator?

Tacton ist eine CPQ- und Konfigurationssoftware für Hersteller mit komplexen, variantenreichen Produkten. Sie prüft Konfigurationen gegen ein technisches Regelwerk und erstellt daraus bepreiste Angebote.

Kann Genow ein bestehendes Tacton oder Configit befüllen?

Ja. Der geprüfte Startpunkt aus dem Abgleich kann ins CPQ einfließen, sodass beide Systeme zusammenarbeiten.

Brauche ich Genow, wenn ich schon ein CPQ habe?

Wenn der Vertrieb nur mühsam zum richtigen Startpunkt kommt oder Anfragen ständig an Experten eskalieren, schließt Genow genau diese Lücke am Anfang des Vertriebsprozesses.

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