Von Stunden zu Sekunden: Wie KI jahrzehntelanges Wissen bei Stadler Rail zugänglich macht
Genow, Stadler Rail und Data Migration International zeigen, wie ein spezialisierter KI-Agent historische und aktuelle Daten im richtigen Kontext verbindet.
Das Wichtigste in Kürze
Auf der Digital Lounge 2026 in Kreuzlingen haben Genow, Data Migration International und Stadler Rail einen spezialisierten KI-Agenten vorgestellt, der historische und aktuelle Unternehmensdaten im richtigen Kontext zusammenführt.
- Der Anwendungsfall: Serviceanfragen zu Zügen, die seit Jahrzehnten im Einsatz sind, beantworten, ohne dafür Stunden in verschiedenen Systemen zu suchen.
- Die Herausforderung: Das relevante Wissen liegt verteilt in Systemen, Dokumenten und historischen Datenbeständen.
- Die Lösung: Ein Genow Agent verknüpft strukturiertes und unstrukturiertes Wissen und versteht dessen fachlichen Zusammenhang.
- Die Datenbasis: Die JiVS-Plattform von Data Migration International macht auch jahrzehntealte Daten zugänglich und erhält ihren fachlichen Kontext.
- Das Ergebnis: Wissen, das bislang nur mit hohem manuellem Aufwand verfügbar war, steht innerhalb von Sekunden bereit, mit nachvollziehbaren Quellen.
- Die Bühne: Moderiertes Panel „Turning Your Decades of Data into Immediate Operational Value Powered by AI“ auf der Digital Lounge @Lakeside 2026, 7. und 8. August 2026, Schloss Seeburg und Fischerhaus in Kreuzlingen.
Züge sind hochkomplexe Systeme. Sie bestehen aus zahlreichen Bauteilen, Materialien und technischen Komponenten und bleiben häufig über mehrere Jahrzehnte im Einsatz. Entsprechend umfangreich und wertvoll ist das Wissen, das bei Stadler Rail über Kundenprojekte, Lieferanten, Produkte und deren langfristigen Betrieb entstanden ist.
„Der Wert von KI-Agenten entsteht nicht beim Finden von Informationen, sondern beim Verstehen ihres Kontexts.“
Dr. Sara Jourdan, Co-Founder & CEO von Genow
Dieses Wissen für konkrete Serviceanfragen nutzbar zu machen, ist jedoch eine Herausforderung: Die relevanten Informationen liegen in unterschiedlichen Systemen, Dokumenten und historischen Datenbeständen. Für eine einzelne Anfrage müssen deshalb häufig zahlreiche Quellen durchsucht und miteinander in Verbindung gebracht werden. Ein Prozess, der mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann.
Informationen finden reicht nicht aus
Gemeinsam mit Stadler Rail und Data Migration International (DMI) hat Genow einen spezialisierten KI-Agenten entwickelt, der strukturiertes und unstrukturiertes Wissen intelligent miteinander verknüpft.
Dabei geht es nicht nur darum, passende Dokumente oder einzelne Informationen zu finden. Der Agent versteht auch deren Zusammenhang: Zu welchem Kundenprojekt gehört ein Bauteil? Welche Lieferanten, Materialien oder technischen Spezifikationen sind relevant? Und welche historischen Informationen müssen berücksichtigt werden, um eine Serviceanfrage zuverlässig zu beantworten?
Erst durch diesen Kontext wird aus einer klassischen Suche eine belastbare Grundlage für die tägliche Arbeit. Genau darauf ist die Genow Context Engine ausgelegt: Sie verbindet strukturierte Daten aus ERP- und CRM-Systemen mit unstrukturierten Quellen wie Datenblättern, Handbüchern und Projektunterlagen und interpretiert sie im richtigen fachlichen Kontext.
Historische Daten werden Teil des aktiven Wissens
Eine entscheidende Rolle übernimmt dabei die JiVS-Plattform von Data Migration International. Sie macht auch jahrzehntelange historische Daten zugänglich und erhält deren fachlichen Kontext.
Der Genow Agent navigiert durch diese Datenlandschaft, führt relevante Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammen und bereitet die Ergebnisse strukturiert auf. Die zugrunde liegenden Quellen bleiben dabei nachvollziehbar, sodass Anwenderinnen und Anwender die Antworten prüfen und direkt weiterverwenden können.
So wird Wissen, das bislang nur mit hohem manuellem Aufwand verfügbar war, innerhalb von Sekunden zugänglich.
Gemeinsame Präsentation auf der Digital Lounge 2026
Das Ergebnis der Zusammenarbeit wurde auf der Digital Lounge @Lakeside 2026 vorgestellt, der fünften Ausgabe des von Data Migration International veranstalteten Branchentreffens. Sie fand am 7. und 8. August 2026 im Schloss Seeburg und im Fischerhaus in Kreuzlingen in der Schweiz statt, im Jahr des 30-jährigen Firmenjubiläums von DMI und mit über 300 CIOs und Führungskräften vor Ort.
Der gemeinsame Anwendungsfall war Thema des moderierten Panels „Turning Your Decades of Data into Immediate Operational Value Powered by AI“. Auf der Bühne präsentierten Dr. Sara Jourdan, Co-Founder und CEO von Genow, gemeinsam mit Thomas Failer, CEO und Founder von Data Migration International, Michael Hutab, CIO von Stadler Rail, und Stefanie Egenhofer aus dem Bereich Group AI Strategy & Governance bei Stadler Rail.

Das Projekt zeigt, was möglich wird, wenn Industrieunternehmen, Technologiepartner und Startups ihre jeweiligen Stärken zusammenbringen: tiefes Fachwissen, eine tragfähige Datenbasis und spezialisierte KI, die Informationen nicht nur findet, sondern in ihrem geschäftlichen Kontext versteht.
Unser Dank gilt allen Beteiligten bei Stadler Rail und Data Migration International sowie dem gesamten DMI-Team für die erfolgreiche Zusammenarbeit und eine gelungene Digital Lounge 2026.
Denselben Anwendungsfall mit Ihren Daten sehen
Wenn Serviceanfragen in Ihrem Unternehmen ebenfalls durch mehrere Systeme und Jahrzehnte an Historie führen, zeigen wir gern, wie ein spezialisierter Agent das auflöst. In einer 30-minütigen Demo gehen wir von einer Ihrer echten Anfragen aus.
Mehr zu den Rahmenbedingungen, die Industrieunternehmen erwarten, finden Sie auf unserer Seite zu Sicherheit und Compliance. Welche Systeme wir anbinden, zeigt die Übersicht der Integrationen.
FAQ zum Projekt mit Stadler Rail und DMI
Wann und wo fand die Digital Lounge 2026 statt?
Die Digital Lounge @Lakeside 2026 fand am 7. und 8. August 2026 im Schloss Seeburg und im Fischerhaus in Kreuzlingen in der Schweiz statt. Veranstalter ist Data Migration International. Es war die fünfte Ausgabe, im Jahr des 30-jährigen Firmenjubiläums, mit über 300 CIOs und Führungskräften. Mehr dazu auf der Website der Digital Lounge.
Was wurde auf der Digital Lounge 2026 vorgestellt?
Ein spezialisierter KI-Agent, den Genow gemeinsam mit Stadler Rail und Data Migration International entwickelt hat. Er führt historische und aktuelle Unternehmensdaten zusammen und beantwortet damit Serviceanfragen zu Zügen, die teils seit Jahrzehnten im Einsatz sind. Vorgestellt wurde er im moderierten Panel „Turning Your Decades of Data into Immediate Operational Value Powered by AI“.
Welches Problem löst der KI-Agent bei Stadler Rail?
Das für eine Serviceanfrage benötigte Wissen liegt verteilt in verschiedenen Systemen, Dokumenten und historischen Datenbeständen. Es manuell zusammenzutragen kann mehrere Stunden dauern. Der Agent verbindet diese Quellen und stellt das Ergebnis innerhalb von Sekunden bereit.
Was unterscheidet den Agenten von einer klassischen Suche?
Er findet nicht nur Dokumente, sondern versteht deren Zusammenhang: zu welchem Kundenprojekt ein Bauteil gehört, welche Lieferanten, Materialien und Spezifikationen relevant sind und welche historischen Informationen berücksichtigt werden müssen. Diesen fachlichen Kontext liefert die Genow Context Engine.
Welche Rolle spielt die JiVS-Plattform von DMI?
JiVS macht jahrzehntealte historische Daten zugänglich und erhält dabei deren fachlichen Kontext. Sie bildet damit die Datenbasis, durch die der Genow Agent navigiert, statt dass historische Bestände als Archiv ohne Bezug zum Tagesgeschäft liegen bleiben.
Sind die Antworten des Agenten nachprüfbar?
Ja. Die zugrunde liegenden Quellen bleiben nachvollziehbar. Anwenderinnen und Anwender sehen, woher eine Aussage stammt, können sie prüfen und das Ergebnis direkt weiterverwenden.
Lässt sich der Anwendungsfall auf andere Industrieunternehmen übertragen?
Ja. Überall dort, wo Produkte lange im Betrieb bleiben und das dazugehörige Wissen über Jahre in verschiedenen Systemen entstanden ist, gilt dieselbe Ausgangslage. In einer Demo zeigen wir den Ablauf an einer Ihrer eigenen Anfragen.